Liebe Dynamofans, liebe Mitglieder der Schwarz-Gelben Hilfe,

der Virus COVID-19, oder besser bekannt als Coronavirus, hat unseren Alltag, unsere Gesellschaft und die Welt um uns herum fest im Griff. Diese derzeitige Situation ist und bleibt weiterhin außergewöhnlich und für unsere Generation nahezu einmalig.
Aber bereits jetzt hat die schwarz-gelbe Fanszene mit verschiedenen, direkten Unterstützungs- und Solidaritätsaktionen erneut gezeigt, dass der Slogan: “WIR! ZUSAMMEN! JETZT!” keine leere Worthülse ist.

Neben unzähligen Nachbarschaftsgruppen in und um Dresden und dem Angebot des “D-Team” der Ultras Dynamo zeigt sich einmal mehr, dass Solidarität in unserer Gesellschaft praktisch werden muss. Auch in dieser schweren Situation gilt: Niemand muss alleine dastehen!

Doch leider zeigt sich auch in diesen Tagen, dass die Räder der Ermittlungsbehörden und der Justiz stetig weiter mahlen. Auch wenn in vielen Gerichtsbezirken aktuell die Gerichtsverhandlungen verschoben werden, müssen trotz der weltweiten Ausbreitung der Pandemie Fristen eingehalten und bestimmte Vorladungen wahrgenommen werden.

Deshalb möchten wir Euch darauf hinweisen, dass wir natürlich weiterhin für Euch erreichbar sind. Ihr könnt uns weiterhin per Mail oder jetzt auch per Telefon rund um die Uhr erreichen. Ihr habt Fragen, Probleme bzw. Ärger mit der Polizei oder der Justiz? Dann meldet Euch einfach unter:

info [at] schwarz-gelbe-hilfe.de oder 0157/36902797

Gern helfen wir auch in Fällen und vermitteln Euch anwaltlichen Beistand, die nicht fußballbezogen sind.

Eure Schwarz-Gelbe Hilfe

In eigener Sache: “Erste Hilfe”-Bereich aktualisiert

Aufgrund vielfältiger Änderungen im Gesetzesdschungel war es nötig unseren Bereich “Erste Hilfe” anzupassen. Dieser steht euch nun wieder vollumfänglich zur Verfügung. Er dient jedoch nur als grober Wegweiser und Leitfaden, er ersetzt jedoch keine anwaltliche Rechtsberatung! Solltet ihr Anmerkungen für weitere Themen haben, freuen wir uns über eure Kommentare an unserem Stand hinterm K-Block oder meldet euch per E-Mail an info [at] schwarz-gelbe-hilfe.de.

Den “Erste Hilfe”-Bereich findet ihr oben in der Menüleiste!

Strafenumlegung – Konzept der Schwarz-Gelben Hilfe

Strafenumlegung – Konzept der Schwarz-Gelben Hilfe

Am 07.02.2020 veröffentlichte die Sportgemeinschaft Dynamo Dresden eine Pressemitteilung (Link) über den Ausruf der „Kommission zur Strafenumlegung“. Diese Kommission hat zum Ziel, die durch den Bundesgerichtshof geschaffene Möglichkeit zur vollständigen Umlegung der Verbandsstrafen durch ein faires Verfahren für den Betroffenen zu regeln, ohne dabei die Interessen der Geschäftsführung des Vereins außer Acht zu lassen.

Die Schwarz-Gelbe Hilfe beteiligte sich aktiv bei der Entwicklung dieser Kommission mit der Erstellung eines eigenen Konzeptes und stellte dieses Konzept letztlich bei der Geschäftsführung und der Fanabteilung der SG Dynamo Dresden vor.

Durch die Ermittlung eines Verursachers einer Verbandsstrafe im Zuge eines Auswärtsspiels und die daraus entstandenen Forderungen der Geschäftsführung der SGD entstand innerhalb der Schwarz-Gelben Hilfe die Idee, sich mit der Praxis und den Möglichkeiten des sogenannten Strafenregresses und der gesamtschuldnerischen Haftung auseinanderzusetzen und einen Gegenentwurf zur Weitergabe von Verbandsstrafen zu entwickeln. Entstanden ist hierbei ein umfangreiches Konzeptpapier, welches die Strafenumlegung an sich erläutert, die Problematik der gesamtschuldnerischen Haftungen erfasst, Kritik an der Doppelbestrafung durch Umlage einer Verbandsstrafe übt und welche Ungerechtigkeiten für den Verursacher durch diese Möglichkeit entstehen. Hierbei stand vorallem der Blickwinkel des betroffenen Fußballfans im Vordergrund, der sich neben einem möglichen Urteil im Strafprozess nun mit einer Mehrfachverurteilung konfrontiert sieht. Die Höhe der zivilrechtlichen Forderungen aus dem Verbandsstrafenregress stehen dabei in keinerlei Verhältnis zu einer möglichen Verurteilung im Strafprozess. Der finanzielle Ruin wird dabei billigend in Kauf genommen und der Verein würde durch eine Privatinsolvenz des Verursachers ebenfalls mit leeren Händen dastehen.

Anhand unseres Leitbildes -das Leitbild der SG Dynamo Dresden- zeigen wir eine Möglichkeit zur Schaffung eines fairen Prozesses. Anhand eines mediationsähnlichen Verfahrens -begleitet durch drei unabhängige Schlichter- sollen die Streitparteien aufeinander zugehen und für beide eine einvernehmliche Lösung finden. Ein großer Dank geht hierbei an die Straf- und Sportrechtlerin Linda Röttig, welche den Konzepterstellungsprozess zu jeder Zeit aktiv mitgestaltete.

In einem späteren gegenseitigen Austausch mit dem Verein wurde die Machbarkeit dieses Konzeptes erörtert. Geschaffen wurde hierbei von Seiten der Vereinsführung eine Anhörungskommission, welche sich an der Entscheidungsfindung der Stadionverbotsanhörungskommission orientiert. Beteiligt sollen hierbei ein Mitglied der Fanabteilung, ein Vertreter des Fanprojekt Dresden, der Stadionverbotsbeauftragte der SGD, die Jugendhilfe und der soziale Dienst der Stadt Dresden sein.

Wir wünschen allen Beteiligten viel Erfolg bei der Umsetzung, Kraft und Ausdauer und stets die Findung einer Entscheidung mit Augenweide.

Eure Schwarz-Gelbe Hilfe

Das Konzeptpapier findet ihr im Downloadbereich (Link) oder könnt es direkt hier herunterladen (Link).

Einstellungen und kein Ende in Sicht

Mitte Juli des Jahres 2019 erhielten drei Dynamofans vom Amtsgericht Magdeburg einen gelben Brief. Erneut ging es um das Aufsstiegspiel vom 16.04.2016 der SG Dynamo Dresden beim FCM.
Den betroffenen Dynamofans wurde per Strafbefehl ein Landfriedensbruch zur Last gelegt. Alle Drei sollen sich in einer gewalttätigen Menge befunden haben, aus der Straftaten begangen worden sein sollten. Die Höhe der Strafbefehle reichte von 50 bis 120 Tagessätze. Je nach geschätzen Einkommen der Betroffenen ergaben sich unterschiedlich hohe Geldstrafen.
Das Vorgehen der Justiz war für uns, der Schwarz-Gelben Hilfe, hierbei allerdings im “Fall Magdeburg” etwas Neues – bisher gab die Staatsanwaltschaft Magdeburg die Ermittlungen in die Hände der am Wohnort der verdächtigten
Fans befindlichen Staatsanwaltschaft. Des Weiteren erhielten die bisherigen beschuldigten Dynamofans immer Anklageschriften und später Ladungen zum Gerichtstermin des jeweilig zuständigen Amtsgerichts – eine Aburteilung im verkürzten Verfahren mittels Strafbefehl war somit ebenfalls ein Novum in diesen Verfahren.
Die Schwarz-Gelbe Hilfe vermittelte allen drei Fans einen rechtlichen Beistand. Nach Einspruch gegen den Strafbefehl wurde anhand der Akteneinsicht eine eher dürftige Beweislage festgestellt. Die Verfahren konnten in allen Fällen am Ende nach § 153a StPO gegen eine Geldauflage in unterschiedlicher Höhe eingestellt werden. Die Schwarz-Gelbe Hilfe beteiligte sich im Nachgang an der Begleichung der Anwaltskosten. Für die Dynamofans endete somit dieses Verfahren ohne eine Verurteilung und eine etwaige Eintragung in das Bundezentralregister.

Doch leider können wir bis heute noch keinen Schlussstrich unter die Vorkommnisse vor gut vier Jahren ziehen. Weitere Dynamofans erhielten in den letzten Wochen Anklageschriften oder die Vorladung zum Gerichtstermin am Amtsgericht. Viele weitere Fans, die eine Vorldaung als Beschuldigte erhielten, warten bis heute auf einen Abschluss der Ermittlungen gegen sie.

Solltet Ihr daher Empfänger solcher oder ähnlicher Post sein, könnt Ihr Euch auch weiterhin bei uns via E-Mail an info [ at ] schwarz-gelbe-hilfe.de wenden. Beachtet bitte, Euch rechtzeitig zu melden, denn die Nichtbeachtung von Fristen kann Folgen haben, die man im Nachhinein nicht mehr beseitigen kann.

Eure Schwarz-Gelbe Hilfe

Fanhilfen kritisieren Beschlussvorschlag für Innenministerkonferenz

Auf der anstehenden Innenministerkonferenz (IMK) vom 04. bis 06. Dezember 2019 in der
Hansestadt Lübeck sollen erneut Gesetzesverschärfungen gegen Fußballfans beschlossen
werden (LTO: Fuß­ball-Row­dies die Fahr­er­laubnis ent­ziehen?). Read More…

Und die Moral von der Geschicht? Selbst das SEK verhindert Dynamo nicht! – Teil 1

Und mit diesem leicht abgewandelten Spruchband aus der Vorsaison heißen wir Euch herzlich Willkommen beim diesjährigen Saisonrückblick der Schwarz-Gelben Hilfe. So mancher Dynamofan wird froh sein, diese grauenvolle Spielzeit endlich abgehakt zu haben. Auch für uns war die Spielzeit 2018/19 wieder geprägt von Siegen und Niederlagen, von guten wie schlechten Zeiten. Doch in diesem Saisonrückblick wollen wir den Fokus nicht auf die üblichen Einzelschicksale der von Repressionen betroffenen Dynamofans richten. Das Augenmerk liegt auf dem polizeilichen Handeln, das vermehrt einen Großteil von Dynamofans an Spieltagen trifft. Eine gefährliche Entwicklung macht sich in der Bundesrepublik Deutschland breit. Die Allmacht der Polizei wird Gesetz. Jener Rechtsstaat, der uns Bürger, also auch uns Fußballfans, vor staatlichem Fehlverhalten schützen soll, wandelt sich immer mehr in einen Rechtsstaat, der sich selbst zu schützen versucht. Grund hierfür ist die bundesweite Verschärfung der Polizeigesetze. Aber auch Innenminister, die den Kontroll- und Überwachungsstaat fordern und ihre handelnde Exekutive, sprich Polizeieinheiten, mit immer neuen weitreichenden Befugnissen und allumfassenden Schutz aufrüsten, tragen dazu bei. Neben der üblichen Verfahrensbegleitung einzelner Dynamofans, die Probleme mit Polizei und Justiz bekommen haben, richtet sich unsere Aufmerksamkeit deshalb immer mehr auf die generelle Überprüfung polizeilichen Handelns. Im Unterschied zu so manch “medialem Lautsprecher” wollen wir an dieser Stelle keine Effekthascherei betreiben und holen auch nicht zum großen Rundumschlag aus. Es reicht allein, das ein oder andere Ereignis aus der letzten Saison noch einmal zu beleuchten, um zu sehen, welch schleichender Prozess in Gang gesetzt wurde.

Zukunftsbilder in Köln

Im November 2018 trat unsere Sportgemeinschaft in der Kölner Domstadt zum Auswärtsspiel an. Auf einer sehr unterhaltsamen Pressekonferenz einige Tage vor dem Spiel machte die Kölner Polizei deutlich, dass sie nicht gerade das unaufgeregte polizeiliche Handeln erfunden hat. “Das alles wollen wir in Köln hier nicht sehen…” – oder auch: die perfekte Medieninszenierung der Kölner Polizei. Viele rieben sich verwundert die Augen oder schüttelten den Kopf als Sätze, wie: “Es liegen Erkenntnisse vor, dass die Dresdner Fans einen Fanmarsch planen.” fielen. Nur durch “intensivste Vorabermittlungen” der Kölner Polizei konnte man an solch brisante Informationen gelangen – jedoch hatten die Vereinsführung und die Fanbetreuung zuvor die Möglichkeit eines solchen Marsches angefragt. Erst dadurch hatte die Kölner Polizei Kenntnis eines eventuellen Marsches erlangt.. Das Highlight folgte dann am Spieltag selbst, als bis zu 50 Polizisten des Spezialeinsatzkommandos (SEK) rund um das Müngersdorfer Stadion auf die mitgereisten Dynamos warteten. Die beste Antwort auf dieses ganze Theater lieferten die Fans selbst in Form eines grandiosen Auswärtsauftritts, inklusive großer schwarz-gelber Rauchshow und einem besonnenen Verhalten, welches das polizeiliche Theater ins Leere laufen ließ. Selbst nach Ende des Spiels stand das SEK-Abwehrbollwerk des selbsternannten freiheitlich-demokratischen Nordrhein-Westfalens wie eine Eins, was sich von unserer sportlichen Defensive nach einer 8:1-Niederlage leider nicht behaupten ließ.

Aufrüstung auch in Hamburg

Ganz ähnliche Töne wurden nach dem Jahreswechsel 2018/19 in Hamburg laut. Es näherte sich unser Auswärtsspiel beim längst ausgestorbenen HSV-Dinosaurier. Auch hier kündigte die Hamburger Polizei eine Null-Toleranz-Schiene an und reagierte somit nicht gerade deeskalierend auf das sowieso angespannte Verhältnis zwischen Dynamofans und der Hamburger Polizei. Zur Erinnerung: Beim Spiel der schwarz-gelben Kicker am Millerntor im Dezember 2018 folgte auf das Fehlverhalten einiger Dynamofans ein Polizeieinsatz, der aus unserer Sicht völlig orientierungs- und planlos war. Pfefferspray und Schlagstock wurden damals gegen alles und jeden eingesetzt. Das Ergebnis waren mehrere Ingewahrsahmnahmen und eine große Zahl noch immer laufender Gerichtsverfahren gegen Dynamofans. Das Spiel beim HSV stand daher nicht gerade unter einem guten Stern. Einige Hamburger Boulevardblätter fantasierten schon im Vorfeld über hereinbrechende Hooliganhorden in der Hansestadt. Die Polizei rüstete am Spieltag typisch freiheitlich hanseatisch auf und so standen neben dutzenden Hundertschaften auch Wasserwerfer und Räumpanzer bereit. Ein Fanmarsch, welcher von einem Einkaufszentrum zum Volkspark zog, zeigte, wie dünn die Reißleine zur Eskalation auf Seiten der Hamburger Polizeieinsatzleitung war. Nachdem ein pyrotechnischer Gegenstand gezündet wurde, bezogen sofort BFE-Einheiten und oben genannte Einsatzgeräte Stellung und stoppten den Marsch. Nur durch das deeskalierende Verhalten der Dresdner Fans konnte der Fanmarsch schließlich fortgesetzt werden. Am Einlass folgte für einen ehemaligen Bundesligisten unwürdigste Bedingungen. Im Stadion selbst zeigten die Schlachtenbummler der SGD eine der größten Bengalenshows bei einem Auswärtsauftritt unserer Mannschaft, welche sogar im Nachgang die Debatte in der bundesdeutschen Medienwelt über die Frage nach der Legalisierung von Pyrotechnik wieder anheizte. Beim Abmarsch der Fans nach dem Spiel kam es leider zu einem äußerst tragischen Vorfall, der uns -und vor allem die Angehörigen- nach wie vor stark beschäftigt. Genauer können und wollen wir an dieser Stelle aus Respekt vor den Angehörigen und aufgrund eines laufenden Verfahrens nicht werden.

Gefahrenabwehr in Duisburg und Darmstadt

Auch vermeintlich kleinere Auswärtsspiele wurden durch polizeiliche Maßnahmen für viele mitgereisten Dynamofans zu einer Zerreißprobe. “Im Rahmen der Gefahrenabwehr” sollte das letzte Spiel des Jahres 2018 in Duisburg ein besonderes werden. Aufgrund einer vorausgegangen kleinen Rangelei einzelner Dynamofans mit dem Ordnungsdienst am Einlass des Wedaustadions erfolgte die Kesselung und der Ausschluss von etwas mehr als 250 Dynamofans vom Spiel. Die Polizei in Nordrhein-Westfalen zeigte erneut ihre bürgerrechtsfeindlichen Zähne und ließ später über deren Medien verlauten, dass dies ein geplanter Sturm des Stadions gewesen wäre, um pyrotechnische Gegenstände ins Stadion zu bringen. Gefunden wurde allerdings bei den betroffenen Dynamofans nichts. Stattdessen durfte man mit Sicht auf das Stadionäußere im Nieselregen warten bis man zur persönlichen Kontrolle abgeholt wurde. Die schwarz-gelben Anhänger, welche schon im Gästeblock auf die aktive Fanszene warteten, zeigten sich solidarisch, versuchten den Block zu verlassen, was ihnen allerdings aufgrund polizeilicher Gegenwehr untersagt wurde, und somit schwiegen sie die komplette Spielzeit. Vor Ort waren wir, die Schwarz-Gelbe Hilfe, leider erst einmal machtlos, doch wir werden sehen, was die juristische Überprüfung im Nachgang bringen wird. Ähnliches Schicksal erlitten die Insassen von vier Kleinbussen nach dem Spiel beim SV Darmstadt: Die eingesetzten hessischen Polizeibeamten versuchten krampfhaft ein textiles Beweismittel zu finden, welches zuvor ihren Dienstherren Peter Beuth (hessischer Innenminister mit CDU-Parteibuch) als Sohn eines Freudenmädchens beleidigte. Hintergrund des Spruchbandes war der völlig überzogene Polizeieinsatz seines gehorsamen Fußvolkes am Rande des Europapokalspiels der Frankfurter Eintracht gegen Shakhtar Donetsk und die Durchsuchung des Choreomaterials nach einem Spruchband, welches ihn als einen “Ficker” bezeichnet haben soll. Auf dem Darmstädter Gästeparkplatz konnte der Tatgegenstand allerdings trotz stundenlanger Durchsuchungen nicht gefunden werden, Ermittlungen wegen Beleidigung Peter Beuths sind uns bisher ebenfalls nicht bekannt. Auch hier geht ein Dank an die wartenden Dynamofans, die sich solidarisch mit den betroffenen Fußballfans zeigten.

Und die Moral von der Geschicht? Selbst das SEK verhindert Dynamo nicht! – Teil 2

Die Folgen aus Karlsruhe & Magdeburg
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Ein Buchstabe erregt die Gemüter – RED KAOS – eine rechtlichen Einordnung

Es ist der 30.07.2019 – eine Meldung verbreitet sich in den sozialen Medien und auf diversen (un-)bekannten Fußballfanplattformen wie ein Lauffeuer – unsere Freunde aus Zwickau, die Ultragruppe RED KAOS 1997, fährt nicht zum Auswärtsspiel zu den Münchner Löwen. Auslöser sind die Meldungen des FSV Zwickau und des Fanprojekt Zwickau über ein angebliches Verbot der Auswärtssfahne der Zwickauer Ultras und, dass eben diese treuen Anhänger der Westsachsenkicker nun daraufhin nicht nach München reisen werden. Read More…

Zug um Zug – Vorwürfe der Bundespolizei bleiben ungeklärt

In der jüngeren Vergangenheit sahen sich einige Dynamofans mit dem Vorwurf der Sachbeschädigung (§ 303 StGB) seitens der Bundespolizei konfrontiert. In Zuge dessen wurde ebenfalls der Verdacht erhoben, dass die Beschuldigten Dynamofans Verunreinigung von Bahnanlagen, Betriebsteinrichtungen oder eines Fahrzeuges vorgenommen haben, was eine Ordnungswidrigkeit nach § 64b der Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung (EBO) darstelle.
Die Vorwürfe klangen immer wieder gleich: Die beschuldigten Schlachtenbummler sollen bei Zugfahrten zu Auswärtsspielen der Sportgemeinschaft Dynamo Dresden die im Verkehrsmittel befindlichen Kameras abgeklebt haben, um die Aufklärung möglicher Straftaten und Ordnungswidrigkeiten zu verhindern. Nach Ankunft der Züge sollen diese nun in einem verschmutzen Zustand vorgefunden worden sein.
Nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen wurden diese Vorwürfe in den meisten Fällen aus unterschiedlichen Gründen seitens der Staatsanwaltschaft eingestellt. Doch eine Staatsanwaltschaft in der sächsischen Provinz beließ es nicht bei einer Einstellung und so erhielt der Betroffene einen Strafbefehl in Höhe von 30 Tagessätzen á 40,00€ – also insgesamt 1.200 €.

Mit der Hilfe der Schwarz-Gelben Hilfe wurde nun eine Anwältin eingeschaltet, die für den Dynamofan in Einspruch ging und die Vorwürfe mittels Akteneinsicht prüfte. Die restliche Geschichte ist nun sehr schnell erzählt, denn die Beweislage gegen den Dynamofan war sehr dünn und die Gerichtsverhandlung am Amtsgericht Kamenz dauerte gerade einmal sechs Minuten! Die Bilder von einer anderen Überwachungskamera zeigten zwar den betroffenen Fan und dass er sich zum Zeitpunkt der vermeintlichen Tat unglücklicherweise in der Nähe des Tatorts aufhielt. Allerdings blieb unklar, ob und vorallem wer eine Kamera mittels Aufkleber überklebte. Dies war gar nicht zu erkennen. Dem Richter wurde die Klärung des Sachverhalts wohl zu umständlich und so stellte er das Gerichtsverfahren nach § 153 StPO ein. Des Weiteren beschloss er, dass alle Auslagen, sprich Gerichts- und Anwaltskosten, der Staat tragen muss.

Eure Schwarz-Gelbe Hilfe

Telefonaffäre: Dresdner Anwälte fordern Untersuchung durch einen ehemaligen Bundesrichter

Liebe Dynamofans,
folgende Pressemitteilung des Dresdner Anwalt Verein e.V. zur Abhöraffäre des Dresdner Strafverteidigers Ulf Israel möchten wir euch natürlich nicht vorenthalten. Der Anwaltverein fordert die lückenlöse Aufklärung dieser Angelengeheit. Dieser Forderung können wir uns nur anschließen!
Am Ende der PM findet ihr ebenso den Link zum offenen Brief an die Landtagsfraktion der CDU.
Hier nun die Pressemitteilung:
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