Bun­des­kanz­ler stellt Fans pau­schal ins Abseits

3 Sep. 2025 | Allgemein

„Die Äuße­run­gen von Bun­des­kanz­ler Merz machen uns fas­sungs­los und wütend. Er stellt ohne jeg­li­che Sach­kennt­nis Fans pau­schal ins Abseits und zeich­net ein Bild der Sicher­heits­lage beim Fuß­ball, wel­ches mit der Rea­li­tät nicht über­ein­stimmt. Ebenso läuft seine For­de­rung an die Ver­eine völ­lig ins Leere, denn es sind seine Par­tei­freunde, die mas­siv dar­auf drän­gen, den Ver­ei­nen die Zustän­dig­keit für die Sta­di­on­ver­bots­ver­gabe zu ent­zie­hen“, erklärt Linda Röt­tig, Mit­glied im Vor­stand des Dach­ver­bands der Fan­hil­fen e. V.

Fried­rich Merz hatte ges­tern auf einer Abend­ver­an­stal­tung der DFL in Ber­lin die Sicher­heits­lage in den Sta­dien ange­spro­chen. In die­sem Zusam­men­hang äußerte er, dass die Ver­eine mehr für die Sicher­heit tun müss­ten, um Fans unter Kon­trolle zu behal­ten. Ebenso behaup­tete er, es gäbe eine nega­tive Ent­wick­lung bei den Fans.

„Anstatt popu­lis­ti­sche Paro­len unge­prüft zu über­neh­men, sollte sich Herr Merz für einen Abbau des ‚Feind­bild Fan‘ ein­set­zen. Die immer gewalt­tä­ti­ge­ren Poli­zei­ein­sätze gegen Fans sind nicht län­ger hin­nehm­bar. Es braucht hier drin­gend eine Trend­um­kehr. Dafür not­wen­dig ist die Ein­füh­rung einer Kenn­zeich­nungs­pflicht für die Bun­des­po­li­zei, ein Zeug­nis­ver­wei­ge­rungs­recht für die Soziale Arbeit, die Abschaf­fung der Datei ‚Gewalt­tä­ter Sport‘ und ein Ver­bot von Schuss- und Sprüh­waf­fen der Poli­zei in den Sta­dien. All das kann Herr Merz umset­zen und damit wirk­lich zu einer bes­se­ren Sicher­heits­lage in den Sta­dien bei­tra­gen“, so Linda Röt­tig abschließend.

Am kom­men­den Wochen­ende wer­den Fan­hil­fen aus ganz Deutsch­land zu ihrem jähr­li­chen Tref­fen zusam­men­kom­men. Die aktu­el­len Äuße­run­gen von Bun­des­kanz­ler Merz wer­den dort ebenso Thema sein wie auch die immer wei­ter zuneh­mende Mili­ta­ri­sie­rung der Poli­zei im Rah­men von Fußballspielen.

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