Dro­hende Eska­la­tion im Gäs­te­block des Jahnstadions

28 Apr 2024 | Allgemein

Auf­grund unge­recht­fer­tig­ter Mehr­fach­kon­trol­len an den Block­zu­gän­gen drohte im Umlauf des Gäs­te­blocks des Jahn­sta­di­ons in Regens­burg beim gest­ri­gen Aus­wärts­spiel der Sport­ge­mein­schaft Dynamo Dres­den eine Eska­la­tion der Situa­tion durch den Ord­nungs­dienst des SSV Jahn und der ein­ge­setz­ten Poli­zei­ein­hei­ten im Bereich der Gäs­te­tri­büne. Nur durch das beson­nene und geord­nete Ver­hal­ten unzäh­li­ger Dyna­mo­fans konnte die Situa­tion mit Anpfiff des Spiels gelöst wer­den. Aus­gangs­punkt die­ser ange­spann­ten Situa­tion an den Zugän­gen zu den Blö­cken N1 und N2 des Fuß­ball­sta­dion war eine erneute Kar­ten­kon­trolle durch den Sicher­heits­dienst und Über­wa­chung der Zugänge durch die bay­ri­sche Polizei.

Viele Dyna­mo­fans rie­ben sich nach Betre­ten des Bereichs für Gäs­te­fans ver­duzt die Augen. Neben meh­re­ren voll­be­helm­ten und per­ma­nent fil­men­den Ein­satz­hun­dert­schaf­ten der bay­ri­schen Lan­des­po­li­zei, ver­such­ten die Ord­nungs­kräfte mit aller Gewalt und Vehe­menz die Zugänge zu den Blö­cken zu kon­trol­lie­ren. Spe­zi­ell am Block N2 bot sich ein bizar­res Bild, wel­ches man so auch noch nicht in einem Fuß­ball­sta­dion gese­hen hatte. Viele schwarz-gelbe Fuß­ball­fans wedel­ten mit ihren Ein­tritts­kar­ten, um end­lich den Block betre­ten zu kön­nen. Doch die Regens­bur­ger Peni­bi­li­tät kannte kein Erbar­men und mit Hilfe der ein­ge­setz­ten Poli­zei­be­am­ten wurde mit­tels Spa­lier die Fans nur ein­zeln ein­ge­las­sen. Die Gemü­ter erhitz­ten sich und eine immer gro­ßer wer­dende wütende Menge an Dyna­mo­fans for­derte den Ein­lass, um zumin­dest den Anpfiff sehen zu können.

“In einer sol­chen Situa­tion fehlt nur ein klei­ner Funke seitens Poli­zei und Ord­nungs­dienst und eine Spi­rale der Eska­la­tion beginnt sich zu dre­hen” schluss­fol­gert Danny Graup­ner, Vor­sit­zen­der der Schwarz-Gelben Hilfe e.V. — Fan­hilfe der SG Dynamo Dres­den. Zwar kam es zu unzäh­li­gen Wort­ge­fech­ten zwi­schen Fans und Sicher­heits­kräf­ten, aber nur durch das beson­nene Ver­hal­ten der schwarz-gelben Schlach­ten­bumm­ler. Denn die Dyna­mo­fans lie­ßen sich trotz einer Viel­zahl behelm­ter und knüp­pel­be­rei­ter Poli­zis­ten nicht pro­vo­zie­ren. Kurz vor Anpfiff der Fuß­ball­par­tie ent­spannte sich die Situa­tion zuneh­mend und jeder Anhän­ger der Dynamo-Kicker fand sei­nen Platz.

“Eine sol­che Zugangs­si­tua­tion ist abso­lut kri­tik­wür­dig. Wir hof­fen, dass sowohl die Regens­bur­ger Poli­zei, als auch die Sicher­heits­ver­ant­wort­li­chen den heu­ti­gen Spiel­tags­ein­satz am Gäs­te­block des Jahn­sta­di­ons über­den­ken und über­ar­bei­ten, denn solch brenz­lige Situa­tion sind weder professio­nell noch zweit­li­ga­reif resü­miert Graup­ner abschließend.

Die Schwarz-Gelbe Hilfe emp­fiehlt den Aus­wärts­fra­ge­bo­gen des Fan­pro­jekt Dres­den aus­zu­fül­len, um eure Anmer­kun­gen und Kri­tik zum Spiel in Regens­burg darin zu schil­dern. 

Schwarz-Gelbe Hilfe e.V.

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